• Zuhause in christlicher Geborgenheit: unser Selbstverständnis ...
  • Zuhause in christlicher Geborgenheit: unser Selbstverständnis ...

AGAPLESION

Der Gesundheitskonzern AGAPLESION gemeinnützige AG wurde 2002 gegründet. „Agaplesion“ ist ein Kunstwort und wurde abgeleitet aus „agapéseis tòn plesíon“ = Liebe deinen Nächsten (Matthäusevangelium Kapitel 5, Vers 43).

Heute gehören dem Verbund christlicher und sozialer Unternehmen bundesweit über 100 Einrichtungen an. Mehr als 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und eine menschenwürdige Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. In 29 Krankenhäusern stehen mehr als 9.400 Betten zur Verfügung.  Die 31 Wohn- und Pflegeeinrichtungen verfügen über rund 3.000 Plätze in der Pflege und zusätzlich 800 betreute Wohnungen.

zurück zur Übersicht

AGAPLESION BETHANIEN DIAKONIE

Das Unternehmen in seiner heutigen Form als gemeinnützige GmbH und mit diesem Namen gibt es seit dem Jahr 2005, als das Sophienhaus Bethanien in Berlin-Steglitz zunächst die Trägerschaft für das Haus Bethesda und die Tabea Tagespflege übernahm und sich dann dem Gesundheitskonzern AGAPLESION gAG mit Sitz in Frankfurt am Main anschloss, der 60 Prozent an der Gesellschaft hält.

Angehörige

sind die engsten Vertrauten von Pflegebedürftigen. Gewöhnlich gehen Familienmitglieder aufgrund ihrer verwandtschaftlichen Beziehung davon aus, dass sie selbstverständlich das Recht haben, sich um die Angelegenheiten der pflegebedürftigen Mutter oder des Vaters kümmern zu dürfen.

Gleichzeitig befürchten viele direkte Angehörige, im Pflegefall für die Unterhaltskosten der Mutter oder des Vaters aufkommen zu müssen.

Beides ist juristisch so nicht haltbar. In der Partnerbeziehung (Ehepaare) wie dem Eltern-Kind-Verhältnis muss eine Vorsorgevollmacht vorliegen, damit der Angehörige die Rechte des Pflegebedürftigen wahrnehmen und für ihn Entscheidungen treffen kann. Ansonsten bestellt das Familiengericht ein gesetzlichen Betreuer. Dies geschieht auch zum Schutz der Interessen des Pflegebedürftigen.

Ebenso ist eine Unterhaltspflicht für pflegebedürftige Eltern nicht automatisch gegeben, sondern wird abhängig von der finanziellen und wirtschaftlichen Situation der Angehörigen (Kinder) ermittelt.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst unserer Häuser oder nehmen Sie Kontakt zu einem Fachanwalt auf.

Angehörigen-Akademie

2009 führte die AGAPLESION BETHANIEN TAGESSTÄTTE in Kooperation mit dem BeSIZ – Berliner Service- und InformationsZentrum für Angehörigenarbeit – erstmals vier Informationensveranstaltungen für pflegende Angehörige und Interessierte in den eigenen Räumen durch. 2010 waren es neun Vorträge. Aus diesem Vortragsprogramm ging die 2011 gegründete „Angehörigen-Akademie“ hervor. Das Angebot umfasste 57 eineinhalbstündige Vorträge, 11 dreistündige Workshops und ein sechsstündiges Seminar. Hinzu kam in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V. eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz. Mittlerweile ist die Angehörigen-Akademie ein anerkanntes Angebot der AGAPLESION BETHANIEN DIAKONIE.

Bethesda

(hebräisch: Ort der Barmherzigkeit). Im Norden der Stadt Jerusalem lag ein Teich mit einer heilkräftigen Quelle. Um das Wasser herum war ein Gebäude mit fünf Hallen errichtet. In diesen Säulengängen lagen Arme und Kranke und erwarteten Heilung von der Quelle. Zeitweise versiegte das Wasser, um dann umso stärker wieder zu sprudeln. Dieser Zeitpunkt galt als besonders heilungsfördernd, weil „ein Engel herabstieg und das Wasser bewegte“. Die Quelle, der Teich und die Häuser rundum wurden „Bethesda“ genannt, der „Ort, wo Gott Gnade gibt“. Heute sind nur noch Ruinen des ehemaligen Heilortes zu finden, die Quelle ist versiegt.

Biografiearbeit

Das psychobiografische Pflegemodell von Erwin Böhm basiert auf der Annahme, dass Körper, Seele, Geist, soziales Umfeld und die persönliche Geschichte in einem permanenten Zusammenhang stehen. Böhm stellte fest, dass Menschen mit Demenz nicht mehr über die „Welt der Dinge“, also den kognitiven Anteil der Psyche, erreicht werden können, sondern der Zugang über die „Welt der Gefühle“ erfolgen muss. Er unterscheidet sieben Interaktionsstufen, auf denen sich der alte Mensch befinden kann: Sozialisation (regionale Geschichtsprägung), Mutterwitz (sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist), seelische soziale Grundbedürfnisse, Prägungen (als Kind erlernte Verhaltensnormen, Eigenarten, Rituale), Triebe, Intuition (Märchen, Aberglaube), Urkommunikation (Ebene des Säuglings). Für jede Stufe müssen eigene Zugangswege zum alten Menschen gefunden werden, wobei grundsätzlich gilt: „Vor den Beinen muss die Seele bewegt werden.“

Böhms Pflegemodell hat gleichermaßen den Gepflegten und den Pflegenden im Blick. Ziele sind die Reaktivierung des Pflegebedürftigen, eine Steigerung seines Selbstwertgefühls, eine Symptomlinderung ohne Einsatz von Psychopharmaka, eine Verbesserung der Pflegequalität durch „seelische Pflege“, die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und die Senkung der Krankenstände.

Von Böhm stammt auch der Begriff des Normalitätsprinzips. Er geht davon aus, dass jeder Mensch – geprägt durch seine Sozialisation, Kultur und Erfahrungen – eine persönliche Lebensform entwickelt, aus der sich sein Bild von einem normalen Verhalten und Handeln ergibt: wie und was man isst; wie man mit anderen in Beziehung tritt; womit man sich beschäftigt; worin man den Sinn des Lebens sieht; wie man sich kleidet. Ein Mensch mit Demenz greift auf Normen und Handlungsweisen aus seinen früheren Lebenszeiten zurück. Deshalb ist die Biografiearbeit von zentraler Bedeutung.

Krohwinkel, Monika

war Professorin für Pflege an der Fachhochschule Darmstadt und ist Begründerin des Modells der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL). Das Modell wurde in einer 1991 abgeschlossenen Studie erprobt und weiterentwickelt. Sie befasste sich mit der ganzheitlich-rehabilitierenden Prozesspflege und wurde vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Anlass für die Förderung war das Krankenpflegesetz von 1985, das eine geplante, systematische und umfassende Prozesspflege im stationären Bereich forderte, um die gesetzlichen Ausbildungsziele zu erreichen.

Pflegestufen

beschreiben, in welchem Umfang eine Person hilfs- und pflegebedürftig ist. Je mehr Hilfe und Pflege bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt wird, desto höher fällt die Pflegestufe aus.

Das Pflegeversicherungsgesetz hat 3 Stufen der Pflegebedürftigkeit festgelegt:

  • Stufe 1 (erheblich pflegebedürftig): wenn der tägliche Hilfebedarf bei mindestens 90 Minuten liegt, wovon mindestens 45 Minuten auf die Grundpflege (Körperhygiene, Ernährung, Mobilität) entfallen müssen. 
  • Stufe 2 (schwer pflegebedürftig): wenn der tägliche Hilfebedarf bei mindestens 3 Stunden täglich liegt und davon mindestens 2 Stunden auf die Grundpflege entfallen. 
  • Stufe 3 (schwerst pflegebedürftig): wenn pro Tag ein Hilfebedarf von 5 Stunden vorliegt, wobei mindestens 4 Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen.
  • Wenn der Umfang des Hilfs- und Pflegebedarfs die Voraussetzungen der Pflegestufe 3 weit übersteigt, kann in besonderen Einzelfällen eine Pflegestufe 3 als Härtefall anerkannt werden. 

Wer Leistungen einer Pflegekasse in Anspruch nehmen möchte, benötigt dafür eine Einteilung in eine Pflegestufe, die vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) geprüft und bestätigt wird.

Prozesspflege / Pflegeprozess

„Die systematische, an den ganzheitlichen Bedürfnissen des Menschen orientierte und laufend angepasste Pflege wird als der Pflegeprozess bezeichnet. Dabei entwickelt sich zwischen dem Pflegebedürftigen und dem Pflegenden eine Beziehung, die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet ist. Dieses Ziel ist die an der Person des Pflegebedürftigen orientierte Problemlösung bzw. die Kompensation der nicht lösbaren Probleme. Der Pflegeprozess ermöglicht eine organisierte und ganzheitlich orientierte, individuelle Pflege.“ (SEEL, 1997)

Prozesshaftes Denken in der Pflege ist deshalb wichtig, weil Pflege normalerweise über einen mehr oder weniger langen Zeitraum nötig ist. Nur mit diesem Denken in Entwicklungsprozessen lässt sich der Erfolg oder Misserfolg von Pflegemaßnahmen beurteilen und entsprechend auf Veränderungen reagieren. Sporadische Interventionen sind zwar manchmal notwendig, stellen aber oft für den gesamten Prozess eher unbedeutende Ereignisse dar. Wichtiger ist die langfristige Planung und Verfolgung von bestimmten Zielen; auch im Sinne von Prävention, Rehabilitation und Sekundärprävention.

Quelle: www.pflegewiki.de

zurück zur Übersicht

Wesley, John

* 17. Juni 1703 in Epworth, North Lincolnshire; † 2. März 1791 in London, wurde als fünfzehntes von neunzehn Kindern geboren. Sein Vater entstammte einer anglikanischen Pfarrerdynastie und wurde wegen puritanischer Neigungen aus seiner Pfarrei vertrieben. Seine Mutter war die Tochter eines prominenten puritanischen Pfarrers und eine für ihre Zeit ungewöhnlich gebildete, fromme Frau.
Mit fünf Jahren wurde John im letzten Moment aus dem brennenden Elternhaus gerettet, ein Erlebnis, das ihm bis ins Alter in lebhafter Erinnerung blieb. Mit 11 Jahren kam er nach London in die Charterhouse School und mit 17 nach Oxford in das Christchurch-College. 1725 erhielt er die Diakonweihe und wurde Vikar in Epworth.

In Oxford gründete sein Bruder Charles 1726 mit zwei Kommilitonen den „Holy Club“, in dem sie sich zum Bibelstudium und vertieften geistlichen Leben zusammenfanden. Nachdem John sich ihnen angeschlossen hatte, wurde er schnell der Leiter und Organisator der Gruppe. Sie studierten täglich drei Stunden das Neue Testament, fasteten zweimal wöchentlich, besuchten Gefangene, Kranke und Arme und spendeten alles Geld, das sie nicht unbedingt zum Lebensunterhalt brauchten. Die Gruppe, wegen ihres methodisch geführten Gemeinschaftslebens spöttisch „Methodisten“ genannt.
1728 erhielt John die Priesterweihe und wirkte als Dozent am Lincoln College der Universität Oxford. 1735 ging er mit seinem Bruder für zwei Jahre als Missionar nach Georgia. Auf der Überfahrt nach Amerika schloss er sich einer Gruppe der Herrnhuter Brüdergemeinde um Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf an.

Zurück in England, hatten 1738 erst Charles und wenige Wochen später auch John ein Bekehrungserlebnis, das sie von einem unbefriedigten kirchlich-dogmatischen Christentum zur vollen Heilsgewissheit kommen ließ. Im selben Jahr reiste er nach Frankfurt am Main, Marienborn und Herrnhut. Nach dem Besuch in Herrnhut entwickelte er eine intensive evangelistische Tätigkeit, beginnend als Open-Air-Prediger in Kingswood und Bristol, wo er den Bergarbeitern vor ihren Kohleminen predigte. Aus seinen Tagebüchern ist ersichtlich, dass er unermüdlich von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf ritt und täglich vier bis fünf Predigten hielt. Dies blieb so bis zu seinem Tod – er soll insgesamt 40.000 Predigten gehalten haben, oft vor Tausenden von Zuhörern. Der Inhalt war: Buße, Sündenvergebung, Heilsgewissheit, Wiedergeburt unter Betonung von Christi Heilstatt.
Wesley hat keine systematische Theologie hinterlassen und noch weniger seine Anhänger auf eine Sonderlehre verpflichtet, aber er hat deutliche Akzente gesetzt, die bis heute für die methodistischen Kirchen wesentlich sind.

Wesley vertrat entschieden das Konzept der allgemeinen Gnade Gottes. Sie gelte allen Menschen ohne Unterschiede, bedingungslos, ohne irgendwelche Vorleistungen. Beim Menschen wird dabei nur vorausgesetzt, dass er Ja sagt zu dieser Gnade, die Gott ihm in Jesus Christus zeigt, obwohl der Mensch diese Gnade nicht verdient hat. Wesley dachte ökumenisch – ihm ging es um die Sammlung und innere Einheit aller Christen. Christsein war für ihn weder eine bloße innere Herzensangelegenheit noch eine bloß formale Sache, sondern Form, Dienst, Verantwortung und Organisation.

Wesley war einer der ersten, der die Auffassung vertrat, dass Mission die Aufgabe der Christen in der modernen Welt sei. Er verband verständliche Predigt und theologische Klarheit. Selbst ein hochgebildeter Mann, forderte er auch von seinen Laienpredigern eine überzeugende Bildung.
Er verband Heilsfreude und Heiligungsernst auf eine einzigartige Weise mit missionarischer und diakonischer Aktivität.

Zu unseren Angeboten ...